Ein Sonntag mit Caissa

11.02.2018 00:00

SV Oetinghausen gewinnt in Minden und bleibt Zweiter

Am Ende hieß es 5:3 für den Gast aus Oetinghausen, aber bei der Begegnung der 6. Runde der Bezirksklasse schwebte die Göttin des Schachspiels, Caissa, durch den Raum.

Die bevorzugte zunächst die Oetinghäuser, denn Michael Schiffner (Brett 3) gewann gleich kampflos und noch bevor die erste Stunde herum war, hatte Hans-Jürgen Lübbe (1) seinem Gegner zwei Figuren abgenommen und ihn in die Enge getrieben. Auch Witold Gruszecki (4) war Caissa hold, schnell hatte er Material- und Stellungsvorteil, so dass sein Gegner aufgab. Den vierten Punkt schenkte die Göttin Dieter Hölsebeck (8), dessen Gegner das einzügige Matt übersah.

Dann aber wechselte die Schachblindheit die Seiten. Hans-Dieter Wolf (5) verlor Qualität und Figur, stand obendrein miserabel und gab auf. Auch Ulrich Drexhage (7) ließ sich das Material wegnehmen und streckte in Verluststellung die Waffen. Sogar Mannschaftsführer Matthias Reimann (2), dem Caissa erst einen Figurenvorteil schenkte, erreichte diese Blindheit, so dass es nur noch 4:3 für Oetighausen stand.

An Brett 6 sah es ganz so aus, als ob Reinhold Rolof keinen Deal mit Caissa hätte, denn er sah sich einem fulminanten Königsangriff ausgesetzt. Doch mitten in diesem Sturm wechselte das Glück, denn der wilde Angreifer überzog die Stellung, geriet in Materialnachteil und verlor schließlich noch.

Damit festigte der SV Oetinghausen den 2. Tabellenplatz und sieht am 4. März in der 7. Runde einer Vorentscheidung entgegen. Denn Tabellenführer Wittekinds Knappen, die diesmal überraschend verloren, muss aussetzen. Gelingt Oetinghausen also zuhause ein Sieg gegen den unteren Tabellennachbarn Freibauer Lübbecke, dann steht das Team auf dem Platz an der Sonne.